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Vor 150 Jahren wurde am Fuße des Monviso der Club Alpino Italiano gegründet: Zu den Anfängen des Alpinismus kamen nach und nach viele andere Aktivitäten hinzu, zuletzt das Radwandern. Anlässlich dieses 150-jährigen Jubiläums organisierte meine CAI-Sektion ESTE die Aktion VENTO: Eine Gruppe von sieben unserer Mitglieder startete am 28. September 2013 in Venedig und fuhr innerhalb einer Woche alle unbefestigten Uferwege des Po entlang, um am 5. Oktober in Turin anzukommen, pünktlich zum Nationalfeiertag, der die offiziellen Feierlichkeiten abschloss. Es war eine Gelegenheit, erneut mit den Flaggen von Pedalaitalia im Wind zu radeln (entschuldigen Sie das Wortspiel!) und sie endgültig dem Bergmuseum auf dem Monte dei Cappuccini zu übergeben. Warum entlang des Po? Erstens, um für das Projekt VENTO zu werben, das die Technische Hochschule Mailand ins Leben gerufen hat, um einen großen Radweg zu schaffen, der Venedig mit Mailand und Turin verbindet: Radfahren ist keine Laune einer bestimmten Gruppe, sondern eine Möglichkeit, sich fortzubewegen, zu reisen, zur Arbeit und zur Schule zu fahren. Radwege sind kein Accessoire einer wohlhabenden Gesellschaft oder einer Kultur, die uns fremd ist, sondern Infrastrukturen wie alle anderen auch, die für alle Kulturen geeignet sind. VENTO ist kein lokales Projekt, sondern ein Projekt des ganzen Landes: Es handelt sich um 679 km Radweg, aber auch um 679 km grüne Wirtschaft und potenzielles Wirtschaftswachstum. Die 40.000 km deutschen Radwege bringen jährlich 8 Milliarden Euro an Einnahmen, und das dauerhaft: Hunderttausende könnten die neuen Touristenströme entlang VENTO sein, die zum Motor für viele Volkswirtschaften werden und das Wachstum wieder ankurbeln würden... Der zweite, aber ebenso wichtige Grund: Wir sind entlang des längsten Flusses Italiens gefahren, weil es dort viele Ortsgruppen des Vereins gibt und viele radbegeisterte Mitglieder uns auf einzelnen Tagesetappen begleiten können und die Ortsgruppen Begleitveranstaltungen organisieren können. Wir sind auf den unbefestigten Uferwegen des großen Wasserlaufs gefahren, auf Wegen, die sich hervorragend für Radtouren eignen und für alle geeignet sind, und haben Kunststädte, malerische Dörfer, Denkmäler der Industriearchäologie und wunderschöne Naturlandschaften entdeckt: Auf unserer Reise haben wir Chioggia, Porto Tolle Ferrara, Ostiglia, Mantua, Cremona, Piacenza, Pavia, Valenza, Casale Monferrato und Chivasso. Viel Spaß beim Radfahren! |